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Nice to meet you
10.01.2013 | 20 Uhr | Aurora Conte & Katie Jones
#1

Nice to meet you


Aurora & Katie | 10.01.2013 | Party bei Freunden |  Outfit         



Jetzt war sie schon einige Tage und Wochen wieder zu Hause und sie hatte sich wieder so richtig  eingelebt. Auch wenn die ersten Tage doch sehr hart waren, denn es war schon wieder eine Umstellung zu dem Leben gewesen was sie in Spanien gelebt hatte. Vor allem auch, weil ihre Gedanken immer mal wieder zu Leo wanderten. Aber solche Gedanken musste sie einfach verhindern, denn das erinnerte sie dann wieder was sie aufgab. Daher rief sie sich selbst ins Gedächtnis, dass das was jetzt bald bevor stand, doch genau das war was sie seit der Schule immer wollte. Die Frau an Vitos Seite zu werden. Schließlich sah unbeschreiblich gut aus und dazu hatte er auch noch Schotter ohne Ende. Klar war er auch noch der Pate, was auch dazu führte das er er mehr als nur einen Feind hatte. Aber sie wusste auch wie stolz ihre Familie war, das es jetzt eben so kam. Seit einigen Tagen schon, war es nun in den höheren Kreisen bekannt, das sie eben seine Frau wird, was dazu führte das sie auch des öfteren darauf angesprochen wurde. Ihre Meinung was ihr Verhalten von Guilia betraf kommentierte sie nur damit, dass sie von Anfang an schon wusste, dass sie nicht die richtige für ihn gewesen war. Aber mehr sagte Aurora nicht dazu. Reichte doch auch was sie erwähnt hatte.

Heute stand eine Party von einer ihrer alten Freundinnen an. Sie freute sich, viele von ihren Freunden wieder zu sehen, denn das war seitdem sie wieder Zuhause war, einer der wenigen Partys wo sie wirklich nun hin ging. Dort angekommen begrüßte sie die Gastgeberin und unterhielt sich mit ihr eine ganze Weile, ehe sie dann aber auch zu ein paar anderen Gästen ging, die sie ebenfalls schon kannte. Eigentlich kannte fast alle. Zumindest vom sehen her. Viele Personen aus der gehoberenen Gesellschaft eben. Nachdem Aurora mit einigen Gesprochen hatte, nahm sie sich ein Glas Champanger und ging eine Weile nach draußen auf die Terasse, wo sie sich die angenehme Nachtluft um die Nase wehen lief. Es tat wirklich gut, wieder in dieser Stadt zu sein und eben genau noch diesen Status zu haben, wie damals bevor sie für einige Monate durch Europa tourte, bzw. vielleicht nun auch einen höheren Status, als Vitos Zukünftige. Erst als sie hörte wie die Terassentür erneut auf ging, drehte sie sich leicht um, als eine weitere Person heraus trat. Sie hatte das Gesicht schon ein paar Mal gesehen. Einen Moment lang überlegte sie sich, ob sie auch einen Namen zu dem Gesicht hatte, aber Fehlanzeige. "Braucht ihr auch eine kleine Verschaufspause von den ganzen Gesprächen dort drinnen?" fragte sie schon etwas neugierig nach, denn um neue Kontakte knüpfen war sie nie abgeneigt. Das war schon damals so gewesen und das hatte sich auch jetzt nicht geändert. Aurora war sogar auch offener geworden, seitdem sie in Spanien war, aber das wusste niemand und das würde sie hier zu Hause wohl auch nicht so durchscheinen lassen.
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#2
Outfit

Die Feier war angenehm, wenn auch etwas anstrengend, denn sie wurde einigen neuen Leuten vorgestellt, weil die Gastgeberin der Meinung war, man müsse eine Katie Jones, die direkt aus Chicago kam, kennen. Sie nahm es gelassen und als gegeben, fand es irgendwie sogar lustig. Denn so besonders fand sie sich ja nun nicht, wirklich nicht, auch wenn es ihrer kleinen Seele gut tat, so ein bisschen gebauchpinselt zu werden.
Zu dem lenkte es sie ab. Es lenkte sie gewaltig ab, so dass sie nicht mehr über den Russen nachdenken musste und der Tatsache, dass er sich begann in ihr Leben zu schleichen. Innerlich war sie kurz gereizt, denn wieder war er in ihren Gedanken, etwas, was sie doch vermeiden wollte.
Doch dann sah Katie jemanden, der ihr ein Lächeln auf die Lippen zauberte, auch wenn sie sich sehr bedeckt hielt, scheinbar war die Person gerade sehr gefragt und vor allem ziemlich gefragt gerade.
Katie hatte Geduld und wartete ab, unterhielt sich derweil vollkommen ruhig mit einer neuen Bekanntschaft, lächelte und hielt dabei ihr Wasser in der Hand, fast schon ein Markenzeichen von ihr. Sie trank nie Alkohol und wenn man ihr doch etwas in die Hand drückte, dann nippte sie höchstens daran, wobei man das schon nicht mehr nippen nennen konnte. Sie hatte ihre Gründe dafür.

Katie sah, wie Aurora auf die Terrasse ging, nur um ihr zu folgen, ihr Glas wegstellend. Zum einen wollte sie nichts mehr trinken, zum anderen fand sie es störend, wenn sie eine alte Freundin begrüßen wollte, die sie schon seit einem halben Jahr nicht mehr gesehen, sondern nur gelesen hatte. Während Aurora in Europa gewesen war, hatten die beiden Frauen miteinander Emails geschrieben, wie eigentlich schon in der Zeit, bevor Katie nach San Francisco gekommen war. Schließlich kannten Sie sich seitdem sie Kinder waren und sie sich ebenfalls in Europa begegnet waren. Eine Urlaubsfreundschaft, die bis heute angehalten hatte.
Sie wusste, dass das Licht in ihrem Rücken verhinderte, dass Aurora sie sofort erkannte. Und so lachte sie leise, als sie Auroras Frage hörte und schüttelte den Kopf, während sie langsam näherkam. „Eigentlich möchte ich meiner alten Freundin einfach nur Hallo sagen, aber wenn diese mich nicht mehr erkennt… dann haben wir beide uns zu lange nicht mehr gesehen.“ Amüsiert kräuselte sie die Nase und blieb bei Aurora stehen, betrachtete diese „Du siehst sehr gut aus Aurora. Wie geht es Dir? Europa scheint Dir ja richtig gut getan zu haben, so eine Auszeit von allem.“ Sie begrüßte Aurora mit einer Umarmung und einem angedeuteten Kuss auf die linke und rechte Wange, ehe sie die Freundin wieder betrachtete. „Deine letzte Email ließ mich schon annehmen, dass Du dort bleibst und nun muss ich hören, dass Du die Zukünftige von Vito Salvatore bist.“
Sie hob angedeutet die Augenbraue, ehe sie lachte. „Ich wollte Dich da drin nicht stören, Du warst so sehr gefragt, da wollte ich nicht weiter stören, das wäre unhöflich gewesen von mir.“
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#3
Es waren so viele Leute anwesend, das sie nicht alle kannte und einige bekannte Gesichter gar nicht erst wahr nahm. Was nicht böse gemeint war, aber sie konnte sich ja nicht teilen, auch wenn das manchmal wirklich sehr praktisch wäre. Daher versuchte sie nach und nach die Gespräche abzuarbeiten, die sich ihr anboten. Es hatte wohl wirklich schon mehr als die Runde gemacht, das sie nun die Zukünftige von dem Pate wurde. Aber auch wenn das der Traum ihrerseits all die Jahre gewesen war, lag auch ein wenig wehmut in ihr. Etwas was sie aber nicht zeigte. Denn das war hier der falsche Ort.

Nachdem sie wirklich genug hatte von den ganzen Gesprächen und der lauten Musik, suchte sie sich eine Auszeit auf der Terrasse. Sie hatte gehofft wenigstens hier einen kleinen Moment ihre Ruhe zu haben, als dann eine weitere Person heraus trat. Jemanden den sie durch das Licht nicht direkt erkannte, erst bei ihrer Stimme wurde sie hellhörig. War das etwa? Katie? Aurora ging ein paar Schritte auf sie zu, somit sie diese besser erkennen konnte. „Es ist schon viel zu lange her, dass wir uns das letzte Mal gesehen haben Katie oder soll ich doch Donna Jo sagen?“ meinte sie mit einem frechen Grinsen auf den Lippen, ehe sie die Begrüßung mit den angedeuteten Küssen erwiderte. „Das Kompliment kann ich nur zurück geben, du siehst wirklich gut aus.“ Aurora strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und ging wieder ein paar Schritte weiter. „So eine Auszeit war genau das richtige, was ich gebraucht habe. Über alles nachdenken und was ich eigentlich will. Und in Spanien, hab ich eben zu mir selbst gefunden. Da war alles freier und leichter.“ meinte sie mit etwas Wehmut in der Stimme, denn sie hatte sich schon vorgestellt gehabt, dort ihr Leben zu verbringen. „Dann hast du das auch schon gehört, eigentlich hätte ich es dir persönlich gesagt, aber da waren die Gerüchte wohl schneller als ich. Aber ja es stimmt, ich werde seine Frau. Das was ich immer wollte und dann zerplatzte, als er aus dem nichts dann doch Guilia geheiratet hat. Aber genug von mir, was ist mit dir? Etwas neues was ich wissen sollte?“

Ach es war schön wieder mit jemanden zu reden, den man schon seit den Kindertagen kannte und seitdem im ständigen Kontakt stand. „Ehrlich gesagt? Es wäre definitiv besser gewesen, wenn du gestört hättest, dann wären mir diese langweiligen Gespräche erspart geblieben, aber ich weiß was du meinst.“ Gab sie grinsend von sich.
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#4
„Bloß nicht Donna Jo, in Anbetracht dessen, wer Dein künftiger Ehemann ist. Auf Donna Jo ist er so gar nicht gut zu sprechen… na gut, wohl auf mich als Gesamtperson.“ Sie lachte sehr leise und eindeutig amüsiert, nur um am Ende ihr zu zuhören, dankend den Kopf leicht zu neigen, denn Komplimente hörte doch jede Frau irgendwo gerne und einer Frau wie Katie schmeichelte es nur noch mehr.
Sie zog sehr leicht die Schultern hoch und machte eine unbedeutende Geste mit der Hand „Es ist das Gespräch gewesen, bevor Du gekommen warst und es wird auch das Gespräch jetzt sein, während Du hier draußen bist. Du kennst diese Leute. Sie ratschen, tratschen und zerreißen sich die Mäulchen“ Katie war so etwas egal und stand über den Dingen. „Es war also unweigerlich mir bestimmt, zu hören, dass Dein Wunsch in Erfüllung ging.“ Was sie wirklich darüber dachte? Nun, sie hatte sich oft genug verständnislos gezeigt in den Emails darüber, wie sehr Aurora hinter diesem Mann her war. In ihren Augen war Vito Salvatore ein arrogantes Ekel, das einfach nur gut nach außen aussehen wollte. Und wenn die Gerüchte stimmten… nun ja, dann wäre das mit Giulia nicht gut gegangen. Aber Gerüchte sagten vieles.
„Neues? Nein, nicht wirklich. Ah, doch. Kristen ist auch in San Francisco aufgetaucht.“ Kirsten war die kleine Schwester von Katie und Brando, das Nesthäkchen der Familie so gesehen. „Ich weiß noch nicht, was ich davon halten soll. Geschwister halt, sie ist letztendlich Brando und mir gefolgt, wobei ich eher ihm gefolgt bin. Aber das ist eine andere Geschichte.“

Das Grinsen erwiderte Katie für einen Moment, sie wusste schließlich, was Aurora meinte, nur um dann doch nachdenklich drein zu sehen. „Und was gibt es sonst neues… ach ja, ich hab Dir nicht geschrieben, dass ich mich von Sal getrennt habe und er die Stadt verlassen hat.“ Sal war Katies ehemaliger Bodyguard, wobei aus dieser Beziehung mehr geworden war. Mit ihm war sie letztendlich nach San Francisco gekommen, wobei sie Aurora nie wirklich erzählt hatte warum und wieso. Das war einfach ihr Ding gewesen. Brando hatte seine Schwester her gebracht, wo es sicherer war. Das war ihre Standartaussage. Sicherheit und die Nähe zu ihrem Bruder, an dem sie schon als Kind, als geboren wurde, hing. Man nannte sie ja nicht umsonst die Zwillinge. Ihn und Katie, die selten auseinander zu bekommen waren damals.
Katie dachte kurz nach „Ja, das wars eigentlich. So an Neuigkeiten im Schnelldurchlauf. Ach nein, ich werde Tante! Und bin sogar die Patin des Kleinen.“
Ja, nun strahlte Katie richtig. „Brandos Frau ist schwanger und ich freu mich schon wahnsinnig auf so einen kleinen Sonnenschein. Vorteil: Ich bin die Tante, ich darf ihn verwöhnen und wieder abgeben. Sehr praktisch.“ Auch etwas, was Aurora gar nicht wusste, dass Brando Jones geheiratet hatte, das ging bei Katie nämlich irgendwie unter.
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#5
Bei den Worten von ihr zog Aurora skeptisch eine Augenbraue nach oben. „Was hast du angestellt, dass er dich nicht leiden kann?“ Etwas was nicht wirklich praktisch war, wenn man bedachte welchen Status er in dieser Stadt eben hatte. Daher wunderte sich Aurora schon ein wenig über die Reaktion ihrer Freundin, denn sie fand es anscheinend, eher amüsant statt tragisch.
„Natürlich weiß ich wie die Leute hier sind. Manchmal schlimmer als die Klatschpresse höchstpersönlich. Aber es ist doch schon ungewohnt, wenn man selbst das Gesprächsthema ist.“ Meinte sie mit einem leichten schmunzeln. Außerdem,…. Musste Rora sich an das wieder gewöhnen in Spanien war sie einfach nur sie selbst. Eine unbedeutende Person die ihr Leben in vollen Zügen genossen hatte. Hier war das anders, vor allem jetzt nachdem das Gerücht eben herum ging, dass sie die zukünftige Frau an Vitos Seite werden würde. Natürlich wurde sie von dem ein oder anderen gefragt, ob das Gerücht stimmte. Aber statt eine aussagekräftige Antwort zu geben, machte sich die junge Italienerin einen Spaß daraus und führte die anderen an der Nase herum bzw. antwortet mit Gegenfragen. Sehr zum unwollen der anderen. Aber bei Katie war es anders, bei ihr konnte sie ruhig ehrlich in dieser Sache sein. Schließlich kannten sie sich ja schon fast ihr ganzes Leben. Aber sie wusste auch was Katie davon hielt. In ihren Emails wurde sie deutlich genug, dass sie nicht so begeistert davon war und was Aurora an diesem Kerl fand. Damals war es eben genau das was sie wollte. Sie wollte ihn, nur jetzt hatte sie selbst sich auch in gewisser Weise verändert und da gab es ja auch noch Leo, der immer noch in ihrem Kopf war und den sie ja auch vermisste. Nur war Aurora auch klar, dass die beiden keine Zukunft haben und das Leben hier, das Leben war wohin sie gehörte. Mit allen Vor- und Nachteilen.
Aurora hatte genug davon über sich zu reden, daher lenkte sie eben auch das Thema auf Katie und war erstaunt darüber, was sie alles so in den letzten Monaten verpasst hatte. „Dann eifert deine kleine Schwester dir eben nach. Aber ja Geschwister sind ein Fall für sich. Ist ja bei meinem Bruder nicht anders. Auch wenn dieser im Moment voll von unserem Vater in Beschlag genommen wird, für die Firma. Schließlich soll er ja diese irgendwann übernehmen“ Etwas was für Aurora nie in Frage kommen würde. So ein langweiliger Job war nichts für sie. Sie gab lieber das Geld aus, als es zu verdienen.

„Da war ja einiges in der letzten Zeit bei dir los. Und wieso hast du dich von ihm getrennt?“ Erst hier merkte sie so wirklich, dass ihre Auszeit doch ziemlich lange war und sie sich vielleicht mal über alle aktuellen Stände informieren sollte. Damit sie eben auch wieder bei allem mitreden konnte. „Oooookay wie lange war ich weg? Mir kommt es so vor, als wäre ich mehrere Jahre weg gewesen. Seit wann ist dein Bruder denn verheiratet?“ Im Gegensatz zu Katie hatte Aurora mit Brando keine wirkliche Freundschaft. Er war eben der Bruder von ihr, nicht mehr und auch nicht weniger. „Das ist sehr praktisch. Du kannst ihn verwöhnen und musst dich nicht mit der Erziehung herum schlagen. Ich freu mich für dich. Klingt so als würde alles bei deiner Familie in die richtige Richtung laufen.“
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#6
Katie sah Aurora von der Seite her an und lächelte kurz „Was ich angestellt habe? Oh, ich nichts… ich war nur nicht das kleine Weibchen, was seine Herrlichkeit bewundert, wie er es sich vielleicht gedacht hat. Er hat scheinbar nicht damit gerechnet, dass ich auf seiner Stufe stehe und garantiert nicht auf seine Spielchen hereinfalle, noch zulasse, dass er meint, über mich oder meine Familie richten zu können, wenn ihm danach ist. Dass ich die Spielregeln aufgestellt habe und er leider verloren hat, weil er nicht drauf eingegangen ist.“ Damit zog die Blonde die Schultern lapidar, fast schon gelangweilt hoch „Er hat eine Grenze überschritten, die er bei einem anderen in unserer Stellung nicht überschritten hätte, wenn er männlich gewesen wäre. Und er hat sich für sein absolutes Fehlverhalten bis heute nicht entschuldigt. Gegenseitiger Respekt… oh weh, scheint ihm ein Fremdwort.“ Ja, sie lächelte in diesem Moment sehr amüsiert. „Somit werde ich wohl eher nicht zu eurem Ehrentag eingeladen.“ Und amüsiert schnaubte sie, denn wenn sie ehrlich war, würde sie auch nicht hingehen, egal wie sehr sie Aurora als Freundin schätzte. Aber die Abneigung, was den selbstverliebten Paten anging… war einfach zu groß.
Dennoch kamen die Worte von Katie, als würden sie diese heute nicht mehr berühren, als wäre Vito nur eine lästige Fliege, die kurz ihr Leben gestriffen hatte und wenn sie ehrlich war, war er das auch. Er hatte sich mit seinem Verhalten selbst bei ihr so sehr ins Aus geschossen, dass sie keinerlei Respekt für diesen Mann hat, der doch selbst von ihr respektiert werden wollte

Katie warf Aurora nur einen Seitenblick zu, als diese meinte, dass ihre kleine Schwester ihr nacheifern würde. Wenn diese das tun würde, hätte sie einen Momentlang einmal nachgedacht und nicht alles gefährdet, was zu gefährden war. Dennoch schwieg sie dazu, sagte lieber nichts dazu, denn ihr Verhältnis zu Kristen war schwierig. Sehr schwierig. Doch davon hatte sie Aurora nichts geschrieben, denn es waren Dinge, die man selbst seinen Freunden nicht anvertraute. Niemand musste wissen, was mit Kristen gewesen war oder wie die Familie kaputtgegangen war, nachdem doch die Eltern und vermeintlich auch Brando gestorben waren.
Brandos Wiederauftauchen war für Katie noch heute ein Wunder und ein Geschenk und auch wenn sie es ihrem Bruder nicht erzählte, so zündete sie für ihn und nun auch seiner Familie, jede Woche eine Kerze an, aus purer Dankbarkeit, dass sie ihn zurückhatte.

Doch Aurora fragte sie nach Salvator und Katie reagierte schnell „Weil ich ihn nicht so sehr liebte, dass ich mit ihm eine Zukunft wollte. Er hat sich aufgegeben, sich auf mir begonnen auszuruhen. So einen Mann brauche ich nicht in meinem Leben. Ich habe genug Arbeit, genug zu tun. Ich brauche niemanden, der mir auch noch auf der Tasche dabei sitzt und vor sich hin jammert, wie arm dran er doch ist.“ Nein, sie hatte kein Mitleid mehr mit Salvator, das hatte sie verloren, ebenso wie jeden Respekt. Sie war froh, dass dieser aus der Stadt verschwunden war, denn sie vermutete fast schon, dass Brando ab jetzt nicht mehr zimperlich mit ihm umspringen würde, wenn er ihn sehen würde. Darin war sie sich sehr sicher.

„Du? Warst ein halbes Jahr weg, so in dem Dreh.“ Katie lachte leise. „Und seit wann? Seit Oktober und das sehr glücklich. Ich bin mit seiner Wahl sehr zufrieden, muss ich sagen.“
Amüsiert kräuselte sie die Nase, während sie sich umsah und noch tiefer lächelte, nur um dann Aurora genauer zu mustern „Und jetzt verrate mir, wann wirst Du denn Mrs Salvatore? Und was ist mit seiner Exfrau? Sie schien ziemlich erfolgreich im Springsport zu sein am Ende, wenn ich mich richtig erinnere. Es hat mich überrascht, dass er so schnell eine neue Ehe anstrebt. Und da Du nicht im Land warst, er schon… gehe ich nicht davon aus, dass es die große Liebe ist, sondern eher eine Zweckgemeinschaft?“ Sie sah ihre Freundin genauer an, verkniff sich aber die Bemerkung, dass die Familie hier in San Francisco reichlich rückständig war, wenn er so schnell wieder heiratete. Wenn man bedachte, dass sie nie zur Ehe gezwungen wurde, sondern man ihr die Wahl von ‚Wann‘ und ‚Wen‘ überließ.
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#7
Aufmerksam hörte Aurora zu, was sie in den Augen von Vito angestellt hatte. „Verstehe, hört sich schon so an als wären die Fronten ziemlich verhärtet. Ich kann es auf deiner Seite verstehen. Aber hältst du das für klug?“ hakte sie nach. Generell hielt sie sich ja auch aus diesen Angelegenheiten raus, aber es ging hier um eine gute Freundin von ihr und ihrem zukünftigen Mann. Wäre nicht gerade von Vorteil, wenn sie sich nicht über den Weg trauten bzw. so etwas wie Feinde waren. „Kann ich nichts dazu sagen. Ich habe mich nie wirklich für das alles interessiert. Es ist ja auch nicht gewöhnlich, dass diese Stellung eine Frau ein nimmt.“ Vielleicht wurde es auch langsam die Zeit dafür, dass sie sich zumindest etwas damit befassen würde. Nur damit sie auch wusste, wo genau sie hinein raten würde. „Ich würde sogar raten, wenn ich dich einladen würde, das du nicht kommen würdest wegen ihm. Und da wären wir wieder, dass unser Leben nicht gerade einfach ist.“ Da war die Auszeit in Europa viel besser gewesen.

„Okay, dann hat er nicht wirklich zu dir gepasst. Aber irgendwann wird da auch bei dir der Richtige kommen der perfekt zu dir passt.“ Die Blondine trank noch einen Schluck von ihrem Getränk, ehe sie es dann ebenfalls weg stellte. Sie hatte genug fürs Erste vom Alkohol. Was aber auch daran lag, das sie auch einen klaren Verstand behalten wollte heute Abend.

„Vermutlich wäre es auch länger geworden, …“ Gab sie Preis, als das mit dem halben Jahr kam. In Spanien war die Zeit einfach so verflogen. Erst als sie wieder hier war, realisierte sie so langsam wie lange sie im Grunde weg gewesen war. Aber es war auch erstaunlich wie viel Katie ihr verschwiegen hatte. Diese Trennung von Salvator, die Heirat ihres Bruders oder dass er nun Vater wurde. Und sie hatte schon ein schlechtes Gewissen, weil sie eben Leo verschwiegen hatte. Generell hatte sie die letzten vier Monate ihr Privatleben ziemlich aus der Öffentlichkeit rausgehalten. Das hatte man auch an ihren Profilen wie Facebook oder Instagram bemerkt. Ganz selten hatte sie dort noch etwas gepostet. „Dann wenn die Scheidung von ihm und seiner Ex durch ist nehme ich an. Einen genauen Termin gibt es noch nicht. Was soll mit ihr sein? Ich wusste von Anfang an, dass sie die Falsche ist. Ich mein ich war jahrelang mit ihr befreundet gewesen.“ Damals hatte es ihr so gar nicht gepasst, dass Lia genau das bekam, was Aurora unbedingt wollte. Aber nur die zweite Wahl zu sein war auch nicht so toll. Aber es würde sich zeigen, dass sie die Richtige dafür war. „Was soll ich dazu sagen? Ich kann die Tatsachen wohl nicht leugnen. Im Grunde war ich selbst überrascht darüber, denn in Spanien hab ich von dem Ganzen nicht viel mitbekommen, weil es mich nicht interessiert hatte.“
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#8
Katie hob sehr leicht die Augenbraue und musterte Aurora verstohlen, ehe sie süffisant lächelte „Dein künftiger Gatte hält sich für Gott, Aurora. Das ist er nicht. Er wird sich bei mir für sein Fehlverhalten entschuldigen müssen, nicht ich bei ihm, denn ich… für meinen Teil… schulde ihm nichts. Nicht mal eine müde Mark.“ Sie zog die Schultern leicht hoch „Und da er diesen Schachzug nicht für nötig hält… wird er irgendwann… selbst mitbekommen, was er davon hat. Es tut mir leid, aber auch Götter müssen irgendwann bluten und ihre Knie beugen lernen. Ich gehöre nicht zu seiner Familie, noch gehört ihm meine Treue, die gehört den Jones, und da ich keinerlei Ansprüche daran stelle in dieser wirklich verwirrenden Stadt ganz oben mitspielen zu wollen… wird das Eis für ihn immer dünner, was mich angeht.“ Ja, Katie wusste, dass Vito Salvatore ihr nicht im mindesten was anhaben konnte. Dafür hatte die blonde Frau mit den italienischen Wurzeln gesorgt. Sie hatte den MC hinter sich, sie hatte aber auch auf andere Seiten sich abgesichert, so dass es Vito nur leid tun würde, wenn er ihr zu nahe kommen würde, unerlaubt. Oder gar einen seiner Leute auf sie hetzen würde.

Sie sah die junge Frau neben sich nachdenklich an, als diese meinte, dass es vermutlich länger geworden wäre, nur um dann amüsiert zu schmunzeln. Giulia Salvatore schien nicht unbedingt da Lieblingsthema von Aurora zu sein. „Du liebst ihn also nicht… und bist dennoch eifersüchtig auf seine Ex-Frau? Das bist doch nicht Du, meine Liebe. Du hast es nicht nötig und das weißt Du. Du bist besser als das… gut, auch besser als er, aber das ist ein anderes Thema.“ Sie lachte sehr leise, schüttelte den Kopf.
„Wäre es nicht schlauer in ihr eine Verbündete zu suchen und ihr vorhandenes Wissen zu nutzen, als nun selbst die gleichen Fehler zu begehen? Andererseits erscheint mir Dein Mann wie jemand, der sehr leicht zu durchschauen ist. Streichel sein Ego ordentlich und er wird Dir aus der Hand fressen…“
Katie kannte diese Sorte Männer und sie waren langweilig für sie. Vorhersehbar.
„Wirst Du mit ihm Kinder bekommen?“ Sie wusste dass die Frage sehr… überraschend war, aber sie war neugierig. Würde Aurora wirklich soweit gehen? „Denn das ist ja letztendlich der Sinn und Zweck einer Ehe, weitestgehend. Und ja, ich weiß… ich bin in einem Alter, wo ich doch dringend über Kinder nachdenken sollte… Wie gut, dass ich genügend Geschwister habe und einer sogar für Nachwuchs sorgt. Dann bleibt mir das erspart.“
Denn wenn sie ehrlich war, hatte Katie es nicht eilig damit, den richtigen irgendwie zu finden. So gar nicht. Es lag derzeit nicht in ihrem Interesse, auch wenn der Russe sich wieder in ihre Gedanken schlich. Er regte ihr Interesse… und sie wusste nicht, ob sie das nun mochte oder nicht.
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#9
"Ihr habt euch vermutlich nur auf dem falschen Fuß erwischt. Anders kann ich mir das nicht erklären." erwiderte sie daher auf die Worte. Was sollte sie auch anderes sagen? Sie würde sicherlich nicht ihrem Zukünftigen in den Rücken fallen. Das war nicht ihre Art und außerdem war er ja auch nicht irgendwer. "Er ist der Pate in dieser Stadt Katie, findest du nicht das ihr es versuchen solltet miteinander klar zu kommen? Vielleicht könnte ein weiteres Gespräch helfen." Das war ja schon mal ein super Anfang für die Zukunft. Einer ihrer besten Freundinnen konnte ihren Zukünftigen nicht ausstehen und andersrum war es dann wohl der gleiche Fall. Irgendwie musste man das doch hinkriegen, das sie zumindest einigermaßen miteinander klar kommen.

Ja vielleicht war es auch eine Spur Eifersucht die gerade aus der jungen Blondine sprach. Als das Thema Guilia auftrat. "Also wirklich,… ich bin doch nicht eifersüchtig auf sie. Wieso auch? Weil sie gut im Reitsport ist? Sicherlich nicht, es gibt mehr als diesen Sport." Damals war sie eifersüchtig auf sie gewesen, weil sie das bekommen hatte, was Aurora wollte. Aber jetzt vielleicht nur noch ein bisschen. "Spielst du wieder darauf an, dass es ein Fehler ist seine Frau zu werden Katie?" Natürlich war ihr diese Spitze von ihrer Freundin nicht entgangen. "So eine Verbündete brauche ich nicht. Nicht jemand der sein eigenes Wohl über das Wohl der Familie stellt." Nein so jemand brauchte sie wirklich nicht und wozu sollte sie hilfreich sein? Sie hatte es ja noch nicht mal geschafft ein Jahr lang durchzuhalten.

"Noch sind wir ja noch nicht mal offiziell verlobt, da denke ich sicherlich jetzt noch nicht über Kinder nach. Sicher wird das irgendwann ein Thema werden, aber noch nicht in diesem Jahr." Außerdem war sie selbst ja noch viel zu jung für Kinder. Auch wenn sie damals in Spanien sich durchaus hätte vorstellen können Kinder mit Leo zu bekommen, aber das war Geschichte und jetzt musste sie ja erstmal den Mann richtig kennenlernen, denn sie irgendwann heiratet wird. "Willst du denn keine eigenen Kinder haben? Wenn wir gerade schon bei dem Thema sind. Wie du schon selbst sagst, nachdenken solltest du schon darüber ob du welche möchtest oder eben nicht."
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#10
Katie warf Aurora einen sehr kritischen Seitenblick zu und musste im nächsten Moment leise lachen „Er ist nicht das einzige Oberhaupt dieser Stadt, wenn ich das richtig weiß. Auch wenn er sich als dieses sieht. Er ist der Don. Aber ich bin ihm weder zu Treue noch sonst etwas verpflichtet. Als ich ihm dies anbot inklusive einer geschäftlichen Beziehung, hat er es ausgeschlagen, als wäre ich nichts wert.“ Sie zog die Schultern hoch. „ich brauche einen Vito Salvatore nicht, Aurora. Ich habe in dieser Stadt andere Freunde und Geschäftspartner gefunden. Vielleicht solltest Du eher ihm diesen Ratschlag geben, nicht mir. Nur weil ich eine Frau bin? Die Männer vergessen, dass sie ohne Frauen… am Ende nichts sind.“
Und ihr Lächeln war hintergründig bei diesen letzten Worten. Auch in Chicago hatte man sie unterschätzt. Jetzt war sie dort eher gefürchtet und sie wusste, dass man sie und auch Brando nie wieder unterschätzen würde, zumindest jene, die wussten, dass sie noch immer da war und die Familie nur noch härter führte als vorher. Nachdem sie alle Verräter und Maden ausgerottet hatte. Und damit war sie noch lange nicht fertig. Nein, nur weil sie eine Frau war, war sie sicher kein sanftes Reh, dass sich vor einem Mann wie Vito beugte.

Nun aber lachte die Donna leise auf und schüttelte den Kopf „Nein, nicht wegen dem Sport oder Reitsport.“ Ihre Augen funkelten amüsiert und doch hatte sich Aurora in ihren Augen längst verraten. Sie war eifersüchtig und Katie konnte es irgendwo verstehen. Denn sie hatte das Paar einmal zusammen gesehen und war sich sicher, dass die Gefühle zwischen beiden mehr als echt gewesen waren. Um so überraschter war sie über die Trennung gewesen.
Aurora war nicht wie die zukünftige Ex-Frau des Paten und fast vermutete sie, dass es diese wie ein Schatten werden würde, der als dritte Person in der Ehe existieren würde. Außer natürlich Vito war wie ein Blatt im Wind, das traute sie ihm durchaus zu.
„Ein Fehler… hmm… Ist es einer?“ Fragend sah sie Aurora an. „Ich habe das Gefühl, dass Du Dir selbst nicht ganz so sicher bist bei dieser Sache. Aber Du urteilst, obwohl Du die ganze Zeit gar nicht da warst? Aurora, das kenne ich gar nicht von Dir.“ Katie sah die blonde Frau etwas nachdenklich an. Seit wann war diese so oberflächlich und voller Vorurteile? Färbte dieser Salvatore wirklich schon auf sie ab?

„Ich will keine Kinder.“ Es kam wie aus der Pistole geschossen von ihr, als Aurora sie fragte und sie sah fast schon schockiert drein. „Garantiert nicht. Ich bin keine zukünftige Mutter und ich habe auch nicht vor, eine zu werden. Gott bewahre.“ Und ja, sie brachte es fertig ein Kreuz vor sich zuschlagen, wie es die Katholiken taten, um etwas Unheilvolles abzuwenden.
„Unsere Familie ist gesichert, da muss ich mich nicht ruinieren.“ Und allein die Vorstellung so ein kleines Bündel auf dem Arm zu haben oder gar es zu wickeln und alles. Nein, Katie hatte absolut keine Mutterinstinkte. „Zum Glück habe ich Geschwister, die dafür sorgen können, so viel sie wollen.“
Und sie wusste, dass es im Hause Salvatore keine Geschwister gab. Die Zukunft der Familie hing in dem Fall von Aurora ab und sie würde sich mit Sicherheit nicht dagegen stellen können, wenn sie keine Kinder wollte. Das wurde in so einem Fall doch immer erwartet. Waren nicht auch ein Teil der Gerüchte über die Trennung des Ehepaares Salvatore, dass Giulia keine Kinder bekommen konnte und somit den ‚Fortbestand‘, wenn man so wollte, nicht sichern konnte?
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#11
Gerade in solchen Momenten wurde ihr auch bewusst, das sie sich viel zu wenig mit dem ganzen Zeug sich befasst hatte. „Ich nehme mal ganz stark an, das er einer Frau die er kaum kennt kaum zustimmen wird, das er einen Fehler begangen hat. Oder irgendwelche Ratschläge von mir entgegen nimmt solange er mich kaum kennt.“ erwiderte sie. Aber ja würde wohl mal nicht schaden. Vielleicht würde es irgendwann die Gelegenheit dazu geben. Konnte ja einiges passieren. Von daher musste man einfach mal abwarten. Was anderes konnte man zu diesem Zeitpunkt nicht tun. „Das Problem ist einfach, das die Männer zu dieser Entscheidung niemals kommen werden. Schließlich fühlen sie sich als das stärkere Geschlecht, nur weil es in den Überlieferungen der letzten Jahrhunderte so war.“ meinte sie noch und zuckte leicht mit den Schultern.

Sie wollte es wirklich nicht so rüber bringen, das sie eifersüchtig wirkte. Aber das konnte sie nun nicht mehr leugnen. Aurora fuhr sich kurz durch die Haare, ehe sie dann das Gelände der Terrasse mit ihren Händen umschloss. „Ja finde ich schon.“ gab sie kurz zurück ehe sie laut ausatmet. „Ich bin nicht oberflächlich. Aber du hast sie damals nicht miteinander erlebt. Damals waren sie wie Katz und Maus und da hatte wohl jeder das Gefühl gehabt, dass die beiden niemals irgendwie zusammen kommen. Damals hatte ich gehofft, das er sieht das sie die falsche ist und dann als ich dachte ich komme meinem Ziel näher heiratet er sie. Und man sah, das zwischen ihnen mehr war als nur eine arrangierte Ehe. Das hatte auch dazu geführt, warum ich gegangen bin. Ich musste mir klar werden was ich wollte. Und in Spanien war ich glücklich. Gott ich hätte mir dort alles vorstellen können und das auch ohne das ganze Geld.“ Aber nach dem Anruf ihres Vaters, hatte sie mit allem Schluss gemacht. Den Mann verletzt der sie liebte und den sie liebte und es immer noch tat, weil sie die Familie an oberste Stelle stellte. Vito konnte ja noch nicht wirklich abfärben denn sie hatten ja bis jetzt noch keinen Kontakt gehabt.

Bei ihrer Reaktion musste Aurora auflachen. Das kam ja wirklich wie aus der Pistole geschossen. „Wenn du jemanden wirklich liebst, dann kannst du dir auch Kinder vorstellen. Auch wenn du vorher immer deutlich zu dem Thema nein gesagt hast.“ Natürlich ruinierte es auch die Figur, aber dazu gab es ja auch Mittel und Wege, dies wieder hin zu bekommen. „Ja mein Bruder könnte auch mal langsam in die Pötte kommen deswegen. Damit er nicht immer so ein wachsames Auge auf mich hat.“ Was die Gerüchte anbetraf, konnte sie noch nicht sonderlich viel zu sagen, sie musste da erst mal wieder in alles hinein finden. Aber das würde sicherlich nicht mehr all zu lange dauern.
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#12
Katie zuckte mit den Schultern „Eines Tages werden sie dazu kommen… oder auch ein Vito Salvatore wird eines Tages lernen, dass er vielleicht sich besser anders verhalten hätte, als sich auf sich selbst auszuruhen…“ Der Vorteil, ihr Vorteil als ‚neutrale‘ Person war, dass sie wusste, dass der italienische Pate längst nicht mehr den Stellenwert hatte, den er geglaubt hatte zu haben. Der MC, der immer mit ihm zusammen gearbeitet hatte, hatte sich von ihm abgewendet und wenn sie den Gerüchten glauben konnte und das tat sie, brodelte es auch an anderen Ecken. Letztendlich war es doch nur gut, dass sie sich nie öffentlich zu ihm bekennen brauchte und somit in seine Abhängigkeit geraten war.

Doch Auroras plötzliche Offenheit, gerade bezüglich der Ehe und ihrem eigenen Glück ließ Katie sehr überrascht drein sehen und sie musterte die andere blonde Frau sehr nachdenklich. Kurz sah sie in die Nacht hinaus, lauschte den Geräuschen, lauschte den Stimmen, die von drinnen nach draußen drangen und ehe sie ganz leise seufzte und ihre Freundin wieder ansah. „Du hast also Dein Glück und Dein Leben aufgegeben für die Familie.“ Es war eine Feststellung, ruhig und sachlich, fast schon traurig. Ja, sie hatte Mitleid mit ihr. Mitleid, dass sie die Familie vor das eigene Glück gestellt hatte und somit in eine Ehe ging, in der sie nicht das Glück hatte, was sie scheinbar in Spanien gehabt hatte.
„Dann hoffe ich, dass Deine Entscheidung Dir niemals weh tun wird. Sich für die Familie zu entscheiden… heißt gegen das eigne Ich zu entscheiden.“ Katies Hand legte sich kurz auf die von Aurora und sie strich darüber, ehe sie diese wieder zurück zog und wieder in die Dunkelheit sah. Sie hatte damals keine Wahl gehabt. Sie war die einzige Jones gewesen, die im vollem Besitz von Freiheit und geistiger Kräfte gewesen war… und lebend. Sie hatte damals den Platz ihres Vaters einnehmen müssen mit Besco im Gefängnis, Kalina von der Familie abgewendet, Brando damals noch als tot gelten und Kristen, die sich mit Drogen und Alkohol zugepumpt hatte. Im Gegensatz zu Aurora hatte sie keine Wahl irgendwas oder irgendwen an ihre eigene, erste Stelle zu stellen. Es war ihre gottverdammte Pflicht gewesen.
Bereute sie es? Nein, heute nicht mehr. Sie war gerne, was sie war. Mit allen Konsequenzen und mit jeder Härte, die sie einzusetzen vermochte. Sie war eine Jones, Tochter vom Teufel von Chicago.
Und so richtete sie sich wieder auf. „Vielleicht erkennt Dein zukünftiger eines Tages das Opfer, welches Du ihm da gebracht hast. Ich würde es Dir wünschen, dass Du das Glück noch einmal findest, was Du dort gefunden hattest.

„Seit wann hat Liebe etwas mit dem Kinderwunsch zu tun?“ Katie sah Aurora etwas irritiert an. „Nur weil ich vielleicht mich irgendwann in den richtigen Mann verliebe, heißt es noch lange nicht, dass ich von einer inneren Überzeugung abweiche. Das bin ich noch nie. Nicht mal für Salvatore und das war wohl auch unter anderem der Grund, warum… es am Ende zu Ende ging. Er wollte das ganze Paket, ich nicht. Entweder der Mann akzeptiert dies oder…“ Sie zog die Schultern hoch „Und erst dann kann man von Liebe sprechen.“
Dann aber schmunzelte sie amüsiert „Dein Bruder? Nun ja, stimmt, er muss die Linie Conte am Leben erhalten. Du dagegen… musst das Haus Salvatore am Leben erhalten, damit es nicht eines Tages zu einer verwitterten Ruine wird.“
Ein Fakt, denn jeder wusste, dass Vito keine anderen Verwandten hatte, die dies vielleicht mal übernehmen konnten.
Eine Bewegung ließ sie kurz auf sehen und zur Tür sehen, ehe sie sich vorbeugt e und Auora einen kurzen Kuss auf die Wange hauchte zum Abschied. „Ciao Aurora. Genieße den Abend. Nimm einer alten Freundin die ehrlichen Worte nicht übel. Ich wünsche Dir alles Glück der Welt in Deiner Zukunft.“
Damit lächelte Katie ihr noch einmal zu, ehe sie sich abwendete und zur Terrassentür ging, die ihr aufgehalten wurde von einem Mann im schwarzen Anzug, der ihr etwas ins Ohr flüsterte. Sie nickte dazu und verließ mit ihm die Party. Die Geschäfte warteten schließlich.
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